Kostenrechner für die eigene Wohnung

Vor dem Umzug die Lebenshaltungskosten berechnen

Der Umzug in die erste eigene Wohnung ist mit zusätzlichen Kosten verbunden, die sich durch grobe Überlegungen nur schwer abschätzen lassen. Ein Rechner für alle Nebenkosten und Lebenshaltungskosten kann dabei helfen, vorab einen Überblick zu erhalten, mit welchen monatlichen Belastungen zu rechnen ist. Das kann die Entscheidung für oder gegen eine eigene Wohnung beeinflussen. Mit dem Online-Kostenrechner auf erstewohnung24.de lassen sich alle wichtigen Positionen übersichtlich erfassen und die Gesamtausgaben schnell ermitteln. Die Kosten für die Wohnung fließen dabei ebenso ein wie die Lebenshaltungskosten.

Kostenrechner für die neue Wohnung – die Kaltmiete

Zunächst gilt es, die direkten Kosten für die Wohnung zu ermitteln. Die größte Position ist dabei die Kaltmiete. Diese enthält keine Zuschläge für die Heizung oder das Warmwasser. Die Kaltmiete ist im Mietvertrag festgeschrieben. Wer sich noch nicht auf eine konkrete Wohnung festgelegt hat und zunächst grob kalkulieren möchte, kann den örtlichen Mietspiegel als Anhaltspunkt verwenden. Aus diesem ist erkennbar, mit welcher Kaltmiete pro Quadratmeter man für bestimmte Wohnungstypen rechnen muss, wobei solche Eigenschaften wie Wohnumgebung, Ausstattung und Verkehrsanbindung mit einfließen.

Die Nebenkosten berechnen

Heiz- und Warmwasserkosten bilden den größten Teil der Mietnebenkosten. Sie müssen mindestens zur Hälfte nach dem tatsächlichen Verbrauch abgerechnet werden.  Meist schlägt der Vermieter dafür einen pauschalen Betrag auf die monatliche Miete auf, der dem voraussichtlichen Verbrauch ungefähr entsprechen sollte. Einmal im Jahr erfolgt dann eine genaue Abrechnung und es sind Erstattungen möglich, wenn man weniger verbraucht hat, aber auch Nachzahlungen, wenn der Verbrauch höher war. Da dieser sich für das erste Jahr nicht so leicht im Voraus abschätzen lässt, sollte man für den Nebenkostenrechner vorsichtshalber einen etwas höheren als den mit der Miete vereinbarten Betrag ansetzen. Es kann aber auch sein, dass die Heiz- und Warmwasserkosten nicht mit der Miete fällig werden, sondern dass sich ein anderes Unternehmen um die Abrechnung kümmert. Der Verbrauch an Kaltwasser gehört ebenfalls zu den Betriebskosten. Auch in diesem Fall vereinbart man mit dem Vermieter einen pauschalen Betrag, der für den Nebenkostenrechner verwendet werden kann, aber lieber etwas höher angesetzt werden sollte. Denn wenn Wasserzähler vorhanden sind, muss die jährliche Abrechnung nach dem Verbrauch erfolgen. Andernfalls können auch Personenanzahl oder Wohnfläche als Grundlage dienen. Neben den Kosten für Heizung und Wasser gibt es noch andere Betriebskosten. Ist im Mietvertrag eine Bruttokaltmiete vereinbart, so sind diese Nebenkosten damit bereits abgedeckt und man muss keine Nachzahlung befürchten. Handelt es sich um eine Nettokaltmiete, erhebt der Vermieter auch in diesem Fall einen pauschalen Betrag zusätzlich zur Kaltmiete und rechnet einmal im Jahr ab. Auch hier gilt für den Nebenkostenrechner: Lieber etwas mehr einkalkulieren, da Nachforderungen möglich sind. Wer sich noch nicht für eine bestimmte Wohnung entschieden hat, kann für die Kalkulation der Heizungs-, Wasser- und Nebenkosten auf Erfahrungswerte von Bekannten zurückgreifen.

Beispiele für Betriebskosten gemäß der Betriebskostenverordnung:

  • Heiz- und Warmwasserkosten (in der Kaltmiete nicht enthalten)
  • Grundsteuer
  • Wasserversorgung und Abwasser
  • Straßenreinigung und Müllbeseitigung
  • Gebäudereinigung und Ungezieferbekämpfung
  • Beleuchtung für Treppenhaus, Außenbeleuchtung, Gemeinschaftseinrichtungen
  • Schornsteinreinigung
  • Sach- und Haftpflichtversicherung
  • Hauswart
  • Gemeinschafts-Antennenanlage

Vereinfachtes Beispiel für die jährliche Betriebskostenabrechnung:

Kostenart Umlageschlüssel Bezugsgröße gesamt Bezugsgröße anteilig Gesamtkosten zu zahlender Betrag Vorauszahlungen Saldo
Kaltwasser gemäß Abrechnung 450 Euro
Heizung/Warmwasser gemäß Abrechnung 600 Euro
1300 Euro 250 Euro
Grundsteuer Wohnfläche in Quadratmetern 800 Euro 40 Euro 2500 Euro 125 Euro
Hauswart Wohnfläche in Quadratmetern 800 Euro 40 Euro 2100 Euro 105 Euro
Antenne Abrechnung Wohneinheiten 20 Euro 1 Euro 1700 Euro 85 Euro
Müllgebühren Mitglieder Haushalt 80 Euro 1 Euro 6000 Euro 75 Euro
Versicherung Wohnfläche in Quadratmetern 800 Euro 40 Euro 900 Euro 45 Euro
Schornsteinreinigung Wohnfläche in Quadratmetern 800 Euro 40 Euro 500 Euro 25 Euro
400 Euro 15 Euro
Erstattung: 265 Euro

Strom und Gas

Die Kosten für Strom und Gas sind, abgesehen vom Strom für die Treppenhausbeleuchtung und ähnliche Gemeinschaftsanlagen, nicht an den Vermieter, sondern direkt an den Energieversorger zu zahlen. Wie hoch der individuelle Verbrauch ist, hängt vom Lebensstil, von der Energieeffizienz der vorhandenen Geräte und auch vom Anbieter ab. Um einen Wert zu ermitteln, der sich für die Kalkulation der Lebenshaltungskosten eignet, kann man beispielsweise Freunde mit ähnlichen Gewohnheiten nach ihrem Energieverbrauch befragen.

Sonstige Lebenshaltungskosten – Rechner für den täglichen Bedarf

In einer eigenen Wohnung entstehen zusätzlich zu den Mobilfunkgebühren noch Kosten für den Internetanschluss und das Festnetztelefon, falls das gewünscht ist. Hier lohnen sich oft günstige Komplettpakete eines Anbieters, wobei jeder selbst entscheiden muss, was er in welchem Umfang braucht. Der monatliche Rundfunkbeitrag beträgt knapp 18 Euro pro Wohnung. Empfänger von BAföG, Berufsausbildungsbeihilfe oder Ausbildungsgeld können sich von der Gebühr befreien lassen.

Die Entfernung der Wohnung zur Arbeits- oder Ausbildungsstätte wirkt sich auf die regelmäßig entstehenden Fahrtkosten aus, ob für öffentliche Verkehrsmittel oder als Benzinkosten. In einigen Städten können Schüler, Studenten und Auszubildende von Vergünstigungen im öffentlichen Nahverkehr profitieren. Auch regelmäßige Besuche bei der Familie sind ein Kostenfaktor.

Was den Aufwand für Kleidung, Pflegeprodukte, Friseurbesuche, Hobbys, Haustiere und Party angeht, kann man sich an den bisher dafür entstandenen Ausgaben orientieren. Oft sind die Kosten für Friseur, Kneipen und Clubs in einer großen Stadt höher und es gibt mehr Möglichkeiten. Deshalb empfiehlt sich hier auch eine etwas großzügigere Kalkulation.

Das Essen ist ein nicht zu vernachlässigender Bestandteil der Lebenshaltungskosten. Dazu gehören Lebensmittel, die man für zu Hause kauft, das Essen in der Mensa, Snacks für unterwegs und gelegentliche Besuche in Restaurants. Die Kosten hängen stark von den persönlichen Gewohnheiten ab, sodass man sich für den Rechner über Preise informieren und den eigenen Verbrauch abschätzen sollte.

Wer auf Zigaretten angewiesen ist, darf auch diese Position in der Kalkulation nicht vergessen. Aber auch nicht geplante Ausgaben sollten im Lebenshaltungskosten-Rechner mit einem pauschalen Betrag Beachtung finden. Dabei kann es sich um Reparaturen, die Anschaffung von Studienmaterial oder Hilfe für Freunde in Not handeln.