Reifen fürs erste Auto

© DigitalGenetics - fotolia.com

© DigitalGenetics – fotolia.com

Reifen – Sommerreifen und Winterreifen fürs erste Auto

Wer sich sein erstes eigenes Auto zulegt, sollte bedenken, dass man in den Wintermonaten eine andere Bereifung benötigt als im Sommer. Zum einen gibt es inzwischen eine gesetzliche Pflicht, dass man bei entsprechenden Bedingungen in den Wintermonaten nicht mit Sommerreifen fahren darf. Zum anderen ist es sicherer in der kalten Jahreszeit mit Winterreifen zu fahren – selbst wenn es mal nicht zu Schneefall oder Eisglätte kommt.

Die Unterschiede zwischen Sommer- und Winterreifen

Sommer- und Winterreifen unterscheiden sich in ihren Anforderungen und ihren Ausgestaltungen. So müssen Sommerreifen beispielsweise sehr gute Bremseigenschaften bei trockener und nasser Fahrbahn aufweisen, bei Winterreifen liegt der Fokus hingegen stärker auf der Haftung durch die Gummi-Mischung. Schon bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt machen sich die Eigenschaften der Winterreifen positiv bemerkbar.

Die Gummi-Mischung bei Winterreifen ist elastischer und weicher als bei Sommerreifen. Dadurch ist die Bodenhaftung stärker, was bei niedrigen Temperaturen wichtig ist. Auch die Profile der beiden Reifentypen unterscheiden sich, sodass Winterreifen einen besseren Grip etwa bei Schnee oder Eis entwickeln.

Ganzjahresreifen als Alternative

Die Alternative zu zwei verschiedenen Reifensätzen ist der Einsatz von Ganzjahresreifen – auch Allwetterreifen genannt. Diese können – wie der Name bereits vermuten lässt – zu jeder Jahreszeit verwendet werden und sind in Deutschland auch in den Wintermonaten erlaubt. Im Gegensatz zur Sommerbereifung bekommt man bei der Verwendung von Ganzjahresreifen im Winter keinen Strafzettel. Unter anderem sprechen diese Gründe für Ganzjahresreifen:

  • Es muss nur ein Reifensatz gekauft werden
  • Die Eigenschaften von Ganzjahresreifen sind für sämtliche Witterungsbedingungen geeignet
  • Der Reifenwechsel zwischen den Sommer- und Wintermonaten entfällt

Argumente, die gegen die Verwendung von Ganzjahresreifen sprechen:

  • Durch die ständige Verwendung der Reifen nutzen sich diese deutlich schneller ab und die Ersparnis ist geringer als gedacht
  • Sowohl im Sommer als auch im Winter erreichen Ganzjahresreifen im Vergleich zu den „Spezialreifen“ keine Spitzenwerte

Ganzjahresreifen sind vor allem dann eine mögliche Alternative zu dem Wechsel zwischen Sommerreifen und Winterreifen, wenn man einen kleineren Wagen fährt, eher wenig Kilometer pro Jahr zurücklegt und in einer Region mit vergleichsweise milden Wintern lebt. Insgesamt sind die Spezialreifen für Sommer und Winter jedoch eher zu empfehlen, da sie besser auf die entsprechenden Jahreszeiten ausgelegt sind (3).

Winterreifenpflicht – das sollte beachtet werden

Seit einigen Jahren gibt es in Deutschland eine Winterreifenpflicht. Das heißt, dass ein Auto im Straßenverkehr bei Schnee, Schneematsch oder Glätte nicht mit Sommerreifen ausgestattet sein darf – andernfalls wird eine Geldbuße von mindestens 40 Euro fällig. Sollte man mit Sommerreifen liegen bleiben und dadurch sogar den Verkehr behindern, kann die Strafe höher ausfallen.

Ein bestimmter Zeitraum, wann die Winterreifenpflicht besteht, existiert nicht. Lediglich die Witterungsbedingungen sind entscheidend. Allgemein wird jedoch dazu geraten, die sogenannte „O-bis-O-Regel“ einzuhalten, was den Reifenwechsel betrifft. Das heißt im Klartext, im Oktober sollten die Reifen auf den Wintersatz umgestellt werden und um Ostern herum wird der Wechsel auf Sommerreifen empfohlen. Wann genau man den Wechsel der Reifen vornimmt, bleibt jedem selbst überlassen und hängt natürlich auch von den Temperaturen im jeweiligen Jahr ab.

Sicherheit und Co.: darum ist ein Reifenwechsel sinnvoll

Der Einsatz von Sommerreifen und Winterreifen ist in jedem Fall empfehlenswert. Neben der vorhandenen gesetzlichen Pflicht ist es einfach sicherer mit den passenden Reifen zu fahren. Durch die unterschiedliche Gummi-Mischung und die speziellen Profile ist die Haftung bei Winterreifen und entsprechenden Bedingungen deutlich größer. Doch nicht nur bei Schnee- und Eisglätte erhöhen Winterreifen die Sicherheit. Bereits ab Temperaturen von rund fünf Grad Celsius oder weniger ist der Bremsweg mit Winterreifen deutlich kürzer.

Ein jährlich zweimalig stattfindender Reifenwechsel kann nervend sein und ist auch leider nicht kostenlos. Wer jedoch beim Kauf der Reifen und beim Vergleich der Anbieter zum Reifenwechsel auf Qualität und gleichzeitig auf günstige Angebote achtet, muss nicht immer tief in die Tasche greifen. Die mögliche Alternative der Ganzjahresreifen ist dann nicht immer deutlich günstiger als der Wechsel zwischen den Spezialreifen. In diesem Fall sollte das Plus an Sicherheit ein gutes Argument sein.