Führerschein Kosten

Fahrstunden und Co: Das sind die Kosten für den Führerschein

Die meisten jungen Menschen kennen das Problem: Der 18. Geburtstag (oder inzwischen auch der 17. Geburtstag) rückt immer näher und der Wunsch, den Führerschein zu machen, wird größer. Das Ziel, endlich selbst Autofahren zu dürfen, ist in greifbarer Nähe. Doch ein Führerschein ist nicht gerade günstig. Vor allem durch Lehrmittel, Fahrstunden und Prüfungsgebühren kommen so einige Kosten auf den Fahrschüler zu. Leider lässt sich die Frage nach der Summe der Führerscheinkosten nicht allgemein beantworten, da es je nach Fahrschule und Leistung des Fahrschülers deutliche Unterschiede geben kann. Eine grobe Einschätzung kann man aber trotzdem geben.

Gesamtkosten für den Führerschein – ein allgemeiner Richtwert

Wer einen Führerschein macht, kann mit Gesamtkosten von circa 1500 bis 2000 Euro rechnen. Dieser Wert kann aber durchaus nach unten und vor allem auch nach oben abweichen. Ein Grund dafür ist, dass es in Deutschland keine Gebührenordnung für Fahrschulen gibt. Das bedeutet, dass jede Fahrschule ihre eigenen Preise festlegen kann und das Angebot-Nachfrage-Prinzip angewandt wird: Gibt es nur wenige Fahrschulen und viel Nachfrage, steigen die Preise – und andersherum. So kommt es unter anderem dazu, dass es deutliche regionale Preisunterschiede gibt. In München werden also zum Beispiel in der Regel höhere Preise verlangt als in Berlin usw.

Die unterschiedlichen Preise sind aber nicht der einzige Grund, warum man die Kosten für den Führerschein nicht genau beziffern kann. Auch die Leistung der Fahrschüler ist entscheidend. Jede Fahrstunde kostet Geld und manche Schüler brauchen weniger Fahrstunden als andere, bevor sie zur Prüfung zugelassen werden – darüber hat übrigens auch der Fahrlehrer zu entscheiden.

Grundsätzliche Kosten außerhalb der Fahrschule

Beim Führerschein fallen jedoch nicht nur die typischen Kosten wie Fahrstunden oder Prüfungsgebühren an. Für eine vollständige Auflistung der Kosten sollten auch die indirekten Kosten bedacht werden, selbst wenn diese vergleichsweise gering ausfallen. Dazu zählen zum Beispiel die Gebühren für einen Sehtest, die Teilnahme an einem Erste-Hilfe-Kurs oder neue Passfotos. Auch beim Straßenverkehrsamt fallen Gebühren an. Die Herstellung des Führerscheins sowie weitere Bearbeitungsgebühren belaufen sich derzeit insgesamt auf 43,40 Euro.

In der Fahrschule: Mit diesen Kosten ist zu rechnen

Der größte Teil für die Führerscheinkosten fällt in der Fahrschule an. Hier werden aber je nach Fahrschule unterschiedliche und vor allem unterschiedlich hohe Gebühren erhoben. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Eine Grundgebühr bei der Anmeldung
  • Kosten für Lehrmaterial
  • Kosten für Fahrstunden und Sonder-Fahrstunden
  • Prüfungsgebühren plus die Gebühren bei der Prüfungsorganisation

Bereits die Kosten für die Grundgebühr können sehr stark variieren. Während manche Fahrschulen sich mit einer Gebühr von rund 50 Euro begnügen, liegt die Grundgebühr bei anderen sogar bei etwa 350 Euro. Die Kosten für das benötigte Lehrmaterial (Lehrbuch etc.) liegen nicht ganz so weit auseinander und übersteigen normalerweise nicht den Betrag von 100 Euro.

Ein entscheidender Faktor bei der Frage, was ein Führerschein kosten wird, sind die Abgaben für die Fahrstunden. In einigen Fahrschulen werden Fahrstunden für rund 20 Euro angeboten, die praktischen Fahrstunden können aber durchaus auch bis zu 40 Euro kosten. Sonderfahrstunden (wie Autobahn- oder Dunkelfahrten) sind in aller Regel fünf bis zehn Euro teurer als die normalen Fahrstunden.

Die Prüfungsgebühren für die theoretische und praktische Führerscheinprüfung liegen bei bis zu 75 Euro. Manche Fahrschulen verlangen jedoch gar keine Gebühren für die Prüfungen – eine Gebühr durch die jeweilige Prüfungsorganisation wird aber immer fällig.

Entscheidend für die Kosten ist auch die eigene Leistung

Zwar gibt es große Unterschiede bei den Preisen der Fahrschulen, mitentscheidend ist aber immer auch die Leistung des Fahrschülers. Benötigt man für die notwendige Sicherheit beim Fahren im Straßenverkehr überdurchschnittlich viele Fahrstunden (als „normal“ gelten rund 30 Fahrstunden) oder fällt man mehrfach bei einer Prüfung durch, erhöhen sich die Kosten für den Führerschein entsprechend. Dabei spielt natürlich auch die Meinung des Fahrlehrers eine Rolle.

Führerscheinkosten – das sollte man als künftiger Fahrschüler beachten

Die Kosten für den Führerschein können also aus vielen verschiedenen Gründen sehr unterschiedlich ausfallen. Neben den regionalen Preisunterschieden fallen aber bereits in derselben Stadt verschiedenste Gebühren an – je nach Anbieter (5). Wer als Fahrschüler etwas Geld sparen möchte, sollte in jedem Fall die Preise der einzelnen Fahrschulen vergleichen und nicht auf scheinbar gute Angebote hereinfallen. Um die Kosten bei einer Fahrschule abschätzen zu können, müssen sämtliche Gebühren (also zum Beispiel auch die Grundgebühr oder die Prüfungsgebühren) beachtet werden.

Doch künftige Fahrschüler sollten sich bei der Wahl der Fahrschule nicht nur auf die Preise konzentrieren. Da es durchaus qualitative Unterschiede gibt, ist es ratsam, auch die Meinungen von Freunden oder Familienangehörigen einzubeziehen, die bereits Erfahrungen mit der Fahrschule gesammelt haben. Ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis ist ein wichtiger Faktor bei der Wahl der Fahrschule, um die Kosten für den Führerschein möglichst gering zu halten.