Führerscheinprüfung

© Robert Kneschke

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Führerscheinprüfung – Theorieprüfung und praktische Fahrprüfung

Um einen Führerschein für Kraftfahrzeuge (Klasse B) ausgestellt zu bekommen, muss man eine theoretische Prüfung und auch eine praktische Fahrprüfung bestehen. Beide Prüfungen haben ihre ganz eigenen Tücken, sind jedoch mit entsprechender Vorbereitung und guten Nerven zu bewältigen. Selbst wenn man durch die theoretische Führerscheinprüfung oder die praktische Fahrprüfung durchgefallen sein sollte, ist dies kein Beinbruch – eine zeitnahe Wiederholung ist für jeden möglich.

Die theoretische Führerscheinprüfung – das sind die Vorbedingungen

Um an der Theorieprüfung für den Führerschein der Klasse B (um diesen geht es in den folgenden Ausführungen immer) teilzunehmen, muss man mindestens an 14 Doppelstunden (je 90 Minuten) Theorieunterricht in der Fahrschule teilgenommen haben.

Die meisten Prüflinge gehen jedoch öfter zum theoretischen Unterricht, um gut auf die Prüfung und den Straßenverkehr vorbereitet zu sein. Damit dies erreicht wird, sollten neben den Präsenzstunden regelmäßig die Fragebögen durchgearbeitet und auch zu Hause gelernt werden. Als Vorbereitung für den Ernstfall gibt es inzwischen auch mehrere Prüfungssimulationen im Internet. Die theoretische Führerscheinprüfung online kann eine nützliche Hilfe sein.

© Sauerlandpics - fotolia.com

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So funktioniert die Theorieprüfung

Bei der theoretischen Führerscheinprüfung werden verschiedene Themen abgefragt, die aber so oder zumindest so ähnlich bereits im Unterricht besprochen worden sind. Dazu zählen sogenannte Grundfragen und Zusatzfragen. Die Grundfragen behandeln allgemeine Themen wie Vorfahrtsregeln oder Verkehrssicherheit. Die Zusatzfragen bestehen auch aus technischen Fragen oder Problemen, die speziell mit der Führerscheinklasse zu tun haben.

Bei der Prüfung selber werden insgesamt 30 Fragen gestellt – 20 Grundfragen und 10 Zusatzfragen. Dabei können 110 Punkte erreicht werden, die maximal zulässige Fehlerpunktzahl beträgt 10. Bei höchstens 10 zulässigen Fehlerpunkten ist es natürlich möglich, dass man durch die theoretische Führerscheinprüfung durchfällt. In diesem Fall kann man die Prüfung aber nach kurzer Zeit wiederholen und erneut sein Glück versuchen. Dabei müssen jedoch die anfallenden Prüfungskosten erneut bezahlt werden.

Die praktische Führerscheinprüfung: Nervosität ist ein wichtiger Faktor

Sobald man genügend Fahrstunden genommen hat und der Fahrlehrer den Schützling für fähig hält, die Prüfung zu bestehen, kann ein Termin für die praktische Führerscheinprüfung vereinbart werden. Auf diese Prüfung muss man sich jedoch ganz anders vorbereiten als auf den theoretischen Teil.

Einer der Hauptgründe für das Scheitern in der praktischen Fahrprüfung ist die Nervosität. Wenn man zu aufgeregt ist, passieren schnell Flüchtigkeitsfehler, die man normalerweise vermieden hätte. So gibt es immer wieder Fahrschüler, die in einer Prüfung vergessen sich anzuschnallen oder einfachste Vorfahrtsregeln missachten, die sie in einer normalen Fahrstunde stets beachtet haben. Das wichtigste ist also, vor und während der praktischen Fahrprüfung Ruhe zu bewahren und nicht zu nervös zu sein. Das klingt leichter gesagt als getan, doch dabei sollten diese Tipps beherzigt werden:

  • Pünktlich zur Prüfung erscheinen und Personalausweis nicht vergessen
  • Vor dem Losfahren in aller Ruhe die Spiegel einstellen, Anschnallen etc.
  • Generell natürlich vorsichtig und vorausschauend fahren und stets etwa die richtige Geschwindigkeit einhalten
  • Bei einem kleinen Fehler Ruhe bewahren, damit muss man noch längst nicht durchgefallen sein

Ratschläge sind kein Garant für das Bestehen der Prüfung

Diese und andere Fahrprüfungs-Tipps sind natürlich kein Garant dafür, dass die Prüfung auch bestanden wird, ihre Einhaltung kann jedoch die Nervosität eingrenzen und gute Grundbedingungen schaffen. Zudem sollte man keine Angst vor dem Fahrprüfer haben. Der Mythos von gemeinen Prüfern hält sich tapfer, doch die große Mehrzahl der Fahrprüfer möchte, dass die Prüflinge ihre Aufgabe meistern und bestehen.

Trotz aller mentaler Vorbereitung und Einhaltung der Ratschläge kann es natürlich vorkommen, dass die praktische Fahrprüfung nicht bestanden wird. Diese darf jedoch rasch (frühestens aber nach 2 Wochen) wiederholt werden. Erst wenn ein Prüfling dreimal durchgefallen ist, muss dieser drei Monate warten, bis er es erneut versuchen darf. Nach sechsmaligem Scheitern muss man jedoch zunächst eine sogenannte MPU (Medizinisch-Psychologische Untersuchung) hinter sich bringen.

Keine Angst vor theoretischer und praktischer Fahrprüfung

Wer den Führerschein der Klasse B machen will, sollte sich nicht vor den beiden Prüfungen in Theorie und Praxis fürchten. Während die theoretische Fahrprüfung in erster Linie durch gewissenhaftes Lernen zu bestehen ist, sind bei der praktische Prüfung vor allem die Fahrkünste und die eigene Nervosität von Bedeutung. Die Anforderungen für die beiden Prüfungen sind also sehr unterschiedlich und auch nicht gering, jede für sich genommen ist allerdings durchaus fair. Sollte man tatsächlich eine der beiden Prüfungen nicht bestehen, ist eine Wiederholung kein Problem.