Die eigene Wohnung einrichten – Tipps und Wohnideen

© mahony - fotolia.com

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Die erste eigene Wohnung ist ein riesiger Schritt in Richtung Selbstständigkeit. Die Suche nach einer passenden Wohnung gestaltet sich allerdings nicht immer ganz einfach und ist oft mit einigem Aufwand verbunden. Darüber wird oft vergessen, dass die Einrichtung der Wohnung mindestens ebenso wichtig ist wie die Wohnung selbst. Damit nach der Anmietung der Wohnung nicht die große Ernüchterung bei der Einrichtung folgt, gibt dieser Text wichtige Tipps zum Thema Wohnungseinrichtung.

Im Voraus planen

Schon während der Wohnungssuche sollte man sich genau überlegen, welche der vorhandenen Möbel man in die neue Wohnung mitnehmen möchte und was ersetzt beziehungsweise neu angeschafft werden muss. Dabei sollte man gleich Prioritäten setzen, denn bei der ersten eigenen Wohnung reicht das Budget in der Regel nicht aus, um alle Einrichtungs-Wünsche zu erfüllen. Ein Bett ist zum Beispiel zwingend erforderlich, auf eine mehrteilige Couchgarnitur kann man dagegen für eine Weile durchaus verzichten. Da sich für viele Möbelstück aber auch Übergangs- oder Behelfslösungen finden lassen, dürfen und sollten hier gerne persönliche Vorlieben berücksichtigt werden. Für den einen ist beispielsweise ein großer Esstisch wichtig, für den anderen hingegen ein geräumiger Kleiderschrank.

Die richtigen Möbel finden

Da bei der ersten Wohnung, wie bereits erwähnt, das Budget normalerweise nicht so großzügig bemessen ist, stellt sich die Frage, wo man günstige Möbel findet, die aber trotzdem den eigenen Vorstellungen entsprechen. Große Möbelhäuser und Möbel-Discounter bieten in vielen Bereichen sehr preiswerte Möbel an. Qualitativ sind diese Möbel nicht unbedingt schlecht, allerdings sind sie oft recht langweilig gestaltet, sodass eine Wohnungseinrichtung mit diesen Möbel schnell kühl und unpersönlich wirken kann.

Wer seiner Wohnung etwas mehr Charakter verleihen möchte, für den sind Secondhand-Möbel das Richtige. Auf Flohmärkten und im Internet lassen sich oft hochwertige Möbel zu kleinen Preisen finden – und mit einem ersten Einrichtungsstück ergeben sich oft wie von selbst ganz neue Wohnideen. Hat man beispielsweise ein paar alte Corbusier-Sessel gefunden, will man vielleicht das Wohnzimmer im coolen Seventies-Style halten. Oder man setzt zu den kühl-modernen Möbeln aus dem Einrichtungshaus bewusst ein paar Kontraste, etwa mit einer Biedermeier-Nachttischlampe oder einem Landschaftsgemälde im prunkvollen Rahmen. Die Möglichkeiten sind riesig und einzelne Möbelstücke können eine tolle Inspiration für Wohnideen sein.

Ist die Kasse sehr knapp bemessen, lassen sich natürlich auch einige Dinge zu Möbeln umfunktionieren – und dabei muss es keineswegs so etwas Stilloses sein wie leere Bierkisten als Couchsessel-Ersatz. Ein alter Reisekoffer lässt sich beispielsweise prima als Couchtisch verwenden, alte Autositze lassen sich mit ein wenig handwerklichem Geschick problemlos zu schicken Sesseln machen. So entstehen sehr persönliche Möbelstücke, die der Wohnung Charakter verleihen und an denen man lange Freude hat. Bei solchen „Notlösungen“ ist es sehr hilfreich, wenn man die entsprechenden Themen konsequent umsetzt. Hat man sich etwa für einen Reisekoffer als Couchtisch entschieden, sollte man versuchen, das Thema Reisen auch an anderen Stellen aufzugreifen, zum Beispiel mit Bildern von fernen Städten oder einer Wand voller Postkarten.

Das Wichtigste bei der Möbelsuche hier noch einmal zusammengefasst:

  • Bei der Auswahl der Möbel Prioritäten setzen
  • Einzelne Möbelstücke, die besonders gefallen, als Grundlage für den Einrichtungsstil nutzen
  • Behelfslösungen für Möbel wirken nicht billig, sondern können durchaus einen eigenen Charme haben
  • Themen innerhalb der Wohnung aufgreifen, um einen einheitlichen Stil zu schaffen
© poligonchik - fotolia.com

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Nicht alles auf einmal kaufen

Zwar ist ein gewisses Maß an Planung beim Einrichten der Wohnung wichtig, wer aber alles bis ins kleinste Detail im Voraus festlegt, der verbaut sich damit die Möglichkeit, die Einrichtung seiner Wohnung „wachsen“ zu lassen. Oft ist beim Einzug nämlich noch gar nicht abzusehen, ob ein bestimmtes Möbelstück an der Stelle, an der es steht, auch wirklich am besten aufgehoben ist oder ob man es überhaupt benötigt. Daher ist es sinnvoll, sich nach dem Einzug in einigen Bereichen ein paar Wochen gestalterische Freiheit zu nehmen. So hat man die Möglichkeit, Dinge auszuprobieren und umzugestalten, außerdem nimmt es den Druck, sämtliche Möbel bis zum Einzug gefunden haben zu müssen.

Sind die wichtigsten Möbel vorhanden, darf man sich also ruhig etwas Zeit lassen mit dem Rest – das kommt in jedem Fall der Kreativität zugute, außerdem soll das Einrichten der Wohnung ja auch Spaß machen – der wird sich aber nur einstellen, wenn man sich nicht selbst unnötig unter Druck setzt.

Nicht vergessen: die Kleinigkeiten

Neben den Möbeln gehört natürlich noch eine Menge mehr zur Wohnungseinrichtung – das wird aber leider allzu oft vergessen. Für das Bad braucht man zum Beispiel einen Duschvorhang und einen Badvorleger, in der Küche sind Töpfe, Teller und Gläser nötig, für das Wohnzimmer braucht man eventuell eine neue Stehlampe. Damit am ersten Sonntagmorgen nicht plötzlich etwas fehlt, im Folgenden eine Liste der wichtigsten Gegenstände für die einzelnen Räume.

Bad Putzeimer, Kehrschaufel, Besen, Duschvorhang, Badvorleger, Toilettenbürste, Wäschekorb
Wohnzimmer Kissen und Decke für die Couch, eventuell Lampen
Küche Geschirrhandtücher, Besteck, Teller, Pfanne, Töpfe, Schüsseln, Gläser, Tassen, Toaster, Kaffeemaschine, eventuelle Wasserkocher und Mikrowelle
Sonstiges Staubsauger, Kabel und Steckerleisten, Zollstock, Werkzeug (Schraubenzieher, Hammer, Zange, Bohrmaschine, Nägel, Schrauben, Dübel)